Kontakt

Solaranlagen

Solarenergie Solaranlage Erneuerbare EnergieSo funktioniert eine Solaranlage...

Horace-Benedict de Saussure erfand im 18. Jahrhundert die Vorgänger der heutigen Solar-Kollektoren. In einer einfachen Holzkiste mit schwarzem Boden erreichte er eine Temperatur von rund 87°C. Für die Pariser Weltausstellung im Jahr 1878 entwickelte der Franzose Augustin Mouchot die Sonnenkollektoren weiter und kombinierte Sie mit Brennspiegeln. Er präsentierte eine Solar-Dampfmaschine.

Die ersten großen Anwendungen einer Solaranlage wurden nach der Energiekrise in den 1970er Jahre eingesetzt. Vor allem öffentliche aber auch private Schwimmbäder wurden mit Solaranlagen aufgerüstet, um genügend Warmwasser zu erzeugen.

In Zeiten steigender Brennstoffpreise haben Solaranlagen Hochkonjunktur. Wie effizient eine Anlage arbeitet, hängt vor allem von den Sonnenkollektoren ab. Wichtig ist nicht nur deren Leistungsfähigkeit, sondern auch die Montagetechnik: Ein einfaches System erleichtert dem Heizungsfachmann die Arbeit in luftiger Höhe und spart Montagekosten.

Eine sehr elegante Montageart ist die Integration: An geeigneten Stellen auf dem Dach werden anstelle von Ziegeln Kollektorwannen in die Dachfläche eingepasst. In die Wannen lassen sich die Module einfach einklicken. Diese Variante bietet sich beim Neubau des Hauses oder einer Dacherneuerung an. Für bestehende Steildächer eignet sich die Auf- oder Überdachmontage. Dabei werden die Kollektoren mit speziellen Montagesätzen fünf bis fünfzehn Zentimeter über der Dacheindeckung installiert. Viel Platz für Sonnenkollektoren bieten auch Flachdächer. Damit die Kollektoren im richtigen Neigungswinkel stehen, gibt es entsprechende Flachdachständer. Sonnenkollektoren können aber auch an der Fassade montiert sein. Die Ausrichtung der Kollektoren hat großen Einfluss auf den Energieertrag. Am höchsten ist er, wenn die Kollektoren nach Süden gerichtet und um 30 bis 45 Grad geneigt sind. Die Ausrichtung kann ohne große Verluste beim Energieertrag bis zu zehn Grad nach Westen oder Osten abweichen

Die Sonne ist eine unerschöpfliche Wärmequelle. Um ihre Energie „einzufangen“, werden Sonnenkollektoren auf dem Dach oder an einer Fassade des Gebäudes angebracht. Die Flüssigkeit im Kollektor wird von der Sonne erwärmt, gelangt über ein Rohrsystem zum Solar-Speicher und gibt dort die Energie an das Trinkwasser oder Heizungswasser weiter. Eine thermische Solaranlage von vier bis sechs Quadratmetern reicht aus, um von April bis September das Trinkwasser eines Einfamilienhauses zu erwärmen. Größere Kollektorflächen und ein Kombispeicher sind notwendig, wenn die Solaranlage zusätzlich die Raumheizung unterstützen soll. Solaranlagen lassen sich sowohl mit Stückholzkesseln kombinieren als auch mit modernen Gas-Brennwert-geräten.